| Kulturstaatsminister Neumann gibt Details zum neuen Anreizmodell für Filmproduktion in Deutschland bekannt |
Zur Eröffnung der Münchner Medientage hat Kulturstaatsminister Neumann jetzt alle Details der Vergabekriterien für das neue Produktionskostenerstattungsmodell bekannt gegeben.
Pressemitteilung im Wortlaut:
Bernd Neumann hat Wort gehalten und tatsächlich in der versprochenen Zeit ein Anreizmodell für Filmproduktion in Deutschland vorgelegt, das der deutschen Filmindustrie die Rahmenbedingungen für einen Wachstumsschub mit erheblichen Arbeitsplatzeffekten liefern kann. Neben der persönlichen Initiative des Kulturstaatsministers ist es auf die Überzeugungskraft dieser Effekte und ihren internationalen Beispielen zurückzuführen, dass auch Finanzminister Peer Steinbrück einem jährlichen 60 Millionen Euro Zuschuss bis zum Ende der Legislaturperiode zugestimmt hat - eine bemerkenswerte Zukunftsinvestition in die Filmwirtschaft in einer schwierigen Haushaltssituation. Allen an der Ausarbeitung des Modells Beteiligten, dem Beauftragten für Kultur und Medien, dem Bundesministerium der Finanzen und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, den Filmförderinstitutionen und nicht zuletzt den Branchenexperten gebührt der Dank der ganzen deutschen Filmwirtschaft.
Zum Timing der Veröffentlichung stellt film20 Generalsekretärin Georgia Tornow fest: "Jeder weiß natürlich, dass die Maßnahme noch der Zustimmung aus Brüssel bedarf – Staatsminister Neumann wußte aber auch, dass die Branche dringend klare Kriterien für einen gewissen Planungsvorlauf braucht. Den hat er uns jetzt ermöglicht. Nur so können in den Produktionsfirmen die Weichen dafür gestellt werden, dass die Maßnahme schon im nächsten Jahr greifen und deutsche und internationale Koproduktionen in unserem Land messbar steigern kann."
In monatelangen Beratungen war das Konzept des Produktionskostenerstattungsmodells von einer Arbeitsgruppe unter der persönlichen Leitung von Kulturstaatsminister Neumann erarbeitet worden. Um Zeitverzögerungen bei der Umsetzung zu vermeiden, ist insbesondere auf eine Vorabstimmung mit den Notifizierungsinstanzen in Brüssel Wert gelegt worden. Martin Moszkowicz, Vorstand Produktion bei Constantin Film und film20 Vertreter in der Neumann-AG zum vorliegenden Ergebnis: "Damit es kein Vertun gibt: Was jetzt auf dem Tisch liegt, ist ein Kompromiss, aber eben kein fauler, sondern einer, den alle Beteiligten aus der Branche – kleine und große Produktionsfirmen ebenso wie Studios und technische Dienstleister – guten Gewissens mittragen. Die Produzenten haben Realismus und Politikfähigkeit bewiesen – das macht uns auch zu Partnern bei den anvisierten Überprüfungen und Justierungen der Maßnahme in den nächsten drei Jahren". Moszkowicz fasst zusammen: "Die Gemeinsamkeit des Auftretens unter Produzenten war beeindruckend – daran muss weitergearbeitet werden."
Stefan Arndt, Geschäftsführer von X Filme Creative Pool und Vorstand bei film20, unterstreicht: "Was wir jetzt bekommen, ist erstmal der Einstieg in ein Produktionsanreiz-System für Kinofilme als neue automatische Förderart – und das ist ein tolles Ergebnis. Ich sehe das Ganze als Deal zwischen Filmbranche und Politik: Unser Commitment heißt Wachstum und Arbeitsplätze – wenn wir bei der geplanten Evaluation bestehen, haben wir gute Chancen auf eine Verlängerung der Maßnahme. Diese Transparenz kann uns dann vielleicht auch noch weiter nutzen, etwa dabei, Banken und privates Kapital von der Anlage-Attraktivität unserer Branche zu überzeugen – angesichts der massiven internationalen Konkurrenz kann darauf kein Produzent auf Dauer verzichten."
Berlin, den 18.10.2006
Direkter Link zur Pressemeldung des BKM Nr. 354/06 vom 18.10.2006 und zu den Eckpunkten (Download):
"PRESSEMITTEILUNG NR.: 354"
Das Eckpunktepapier des Beauftragten für Kultur und Medien, sowie die Eigenschaftstests für Spielfilme, Dokumentar- und Animationsfilme finden Sie im folgenden als PDF-Dokumente zum Download:
Eckpunkte Produktionskostenerstattungsmodell, Stand: 16. Oktober 2006:
"Eckpunkte_Foerdermodell.pdf" (6 S., 132 KB)
Eigenschaftstest für Spielfilme, Stand: 16. Oktober 2006:
"Eigenschaftstest_Spielfilm.pdf" (3 S., 100 KB)
Eigenschaftstest für Dokumentarfilme, Stand: 16. Oktober 2006:
"Eigenschaftstest_Dokumentarfilm.pdf" (2 S., 80 KB)
Eigenschaftstest für Animationsfilme, Stand: 16. Oktober 2006:
"Eigenschaftstest_Animationsfilm.pdf" (2 S., 84 KB)

Quelle: Pressemitteilung www.kulturstaatsminister.de
und Film20.de
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