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| EU schlägt Reform der Internet-Lizenzierung vor |
Will neue Strukturen schaffen: Charlie McCreevy
Die Europäische Kommission legte am 7. Juli ihre angekündigte Studie über die Lizenzierung von Musik für das Internet vor. Ein Fazit von Kommissar Charlie McCreevy lautet, dass für die grenzüberschreitende kollektive Rechtewahrnehmung neue Strukturen benötigt werden:
"Wir müssen die Musik-Lizenzierung für das Internet verbessern", meint McCreevy. Solange es keine europaweiten Urheberrechtslizenzen gebe, sei es für neue Onlinedienste in Europa schwer, ins Geschäft zu kommen. "Deshalb schlagen wir ein europaweites Rechteclearing vor. Dabei geht es nicht darum, Inhalte möglichst billig anzubieten; vielmehr sollen die Werkschöpfer Europas den Löwenanteil der online erzielten Einnahmen erhalten", betont der Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen. Dass es so schwierig ist, sich die Rechte für die Online-Nutzung attraktiver Inhalte zu sichern, stelle das Haupthindernis für das Wachstum legaler Internet-Inhaltsdienste in der EU dar.
"Insbesondere die gegenwärtigen Strukturen zur länderübergreifenden Wahrnehmung von Musikrechten durch Verwertungsgesellschaften - die noch aus dem Analog-Zeitalter stammen - verhindern, dass die Musik ihr einzigartiges Potenzial zum Anschub der Internet-Inhaltsdienste entfalten kann", heißt es aus Brüssel. In ihrer Studie untersuchte die Kommission die Strukturen zur grenzüberschreitenden Rechtewahrnehmung im Onlinegeschäft durch die Verwertungsgesellschaften.
"Das Fazit der Untersuchung lautet, dass für die grenzüberschreitende kollektive Rechtewahrnehmung in diesem Bereich vollständig neue Strukturen benötigt werden und die effizienteste Lösung darin bestünde, den Rechteinhabern zu erlauben, eine Verwertungsgesellschaft ihrer Wahl mit der Wahrnehmung ihrer Rechte in der gesamten EU zu beauftragen", teilt die Kommission mit. Das würde wettbewerbsorientierte Rahmenbedingungen für die länderübergreifende Wahrnehmung von Urheberrechten schaffen und die Verdienstmöglichkeiten der Rechteinhaber verbessern.

Quelle: musikwoche.de
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