Rumänisches Dorf plant Klage gegen Borat
|
Der rumänische Ort "Glod" diente als kasachische Kulisse zum Film Borat
- Einwohner wurden als Statisten eingesetzt und sind entsetzt
Sighetu Marmatiei - Große Aufregung herrscht derzeit in dem kleinen Dorf Glod in der Maramures im Norden Rumäniens. Die Einwohner beschweren sich bitterlich darüber, wie sie seit kurzem vom Rest der Welt wahrgenommen werden. Denn Glod diente als Filmkulisse für die Kino-Satire "Borat". Angeblich wurden die Statisten auch nicht bezahlt, nur einige wenige sollen fünf bis sieben Dollar pro Drehtag erhalten haben. "Wir wollen klagen", sind sich die Betroffenen einig.
Glod liegt 22 Kilometer südöstlich von Sighetu Marmatiei und entspricht einem typischen alten Dorf dieser Region, wo traditionelle Holzbauweise dominiert. Als die Bewohner von Glod sahen, was da über die Leinwand flimmert, waren sie entsetzt: "Wir wollen klagen. Die ganze Welt lacht über uns. Sie haben uns gefilmt, ohne uns zu bezahlen", ist der 34-jährige Marin Marcel empört. Starke Geschütze fährt auch der örtliche Bürgermeister-Stellvertreter Pet, Klage, Dorfre Buzea auf: "Diese Filmemacher sind Betrüger. Sie haben nur nach negativen Aspekten Ausschau gehalten."
Obwohl in "Borat" als Kasachen dargestellt, die Frauen unterdrücken und Pferde-Urin trinken, identifizieren sich die Einwohner von Glod mit ihrer Rolle mittlerweile derart, dass sie nun einen Imageschaden für Rumänien befürchten.

Quelle: Online-Ausgabe der "Siebenbürgischen Zeitung"
|