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| Verwertungsgesellschaften begrüßen Onlinelizenzen |
Die EU-Kommission erntet von den Verwertungsgesellschaften Lob für ihre Empfehlung zur Neuregelung bei der Vergabe von Onlinelizenzen. So steht nicht nur die deutsche GEMA dem EU-Papier positiv gegenüber.
Der Inhalt der Empfehlung decke sich "mit der Einstellung der GEMA zu den Fragen der Onlinelizenzierung", heißt es aus München: "Die GEMA ist mit allen Schwestergesellschaften, mit ihren Mitgliedern und mit der Kommission im Gespräch und wird die Empfehlung der EU-Kommission prüfen und, wo es notwendig erscheint, Schritte zu deren Umsetzung einleiten", heißt es. Bernard Miyet, der als President des Groupement Européen des Sociétés d'Auteurs et Compositeurs (GESAC) 34 Verwertungsgesellschaften vertritt, hat die Empfehlung der EU-Kommission zum Thema Onlinelizenzen begrüßt: Die Empfehlung berücksichtige die Interessen der Rechteinhaber und der Rechtenutzer.
Die Autorengesellschaften hätten die Pflicht, die Rechte ihrer Mitglieder zu vertreten, auf die Gleichbehandlung aller Urheber zu achten und die kulturelle Vielfalt in Europa zu fördern. "Die EU-Empfehlung erlaubt es uns, diese Ziele auch künftig zu verfolgen", so Miyet. Nun wolle die GESAC anhand der neuen Richtlinien ein passendes Verwertungsmodell erarbeiten, das Interessenten dank einfacher und grenzübergreifender Lösungen eine größere Flexibilität im Onlinegeschäft ermögliche und gleichzeitig den Autoren ein hohes Maß an Sicherheit biete.
Auch die schwedische STIM will den Gedanken der grenzübergreifenden Rechteauswertung fördern. Allerdings schränkte CEO Kenth Muldin ein: "Sollte es aber dazu kommen, dass es den Rechteinhabern völlig freigestellt wird, wem sie die Auswertung ihrer Rechte anvertrauen, dann sind wir sehr daran interessiert, dass die Staaten Nordeuropas inklusive der baltischen Länder ein geschlossenes und eigenständiges Territorium bleiben." Die pan-europäische Lizenzierung müsse durch Gegenseitigkeitsverträge zwischen den Gesellschaften erreicht werden. "Was wir nicht wollen, ist, dass die Rechte der nordischen Region beispielsweise von Spanien aus administriert werden." Dies könne dem Charakter der Region nicht gerecht werden.
Auch die niederländische BUMA/STEMRA begrüßt laut Sprecher Cees van Rij die EU-Initiative. Die Gesellschaft strebe einen Interessensausgleich zwischen Rechteinhabern und -nutzern an, allerdings ist man hier der Ansicht, dass es den geforderten Wettbewerb zwischen den Gesellschaften längst gibt. Die britische Verwertungsgesellschaft MCPS-PRS schließlich will die von der EU-Kommission geforderten Wahlfreiheiten im Onlinelizenzgeschäft nutzen, um sich besser am Markt zu positionieren: "Das ist der Startschuss für eine massive Veränderung im europäischen Onlinegeschäft", meint CEO Adam Singer.

Quelle: musikwoche.de
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